13. Januar 2020Schulranzen, Trends

Eine wichtige Entscheidung zum Schulanfang: Welcher Schulranzen ist der richtige?

Der erste Schultag des Kindes rückt näher und die Vorbereitungen beginnen. Besonders wichtig für einen gelungenen Start ist die Auswahl des passenden Schulranzens. Hierbei gibt es einiges zu beachten.

Als täglicher und treuer Begleiter ist der Schulranzen für viele Kinder etwas ganz Besonderes. Häufig haben sie bereits eine Vorstellung, wie er aussehen soll – und auf dem Markt wird eine Vielzahl an unterschiedlichen Motiven und Mustern angeboten. Viel wichtiger noch als das Design ist aber, ob der Schulranzen alle Anforderungen an Sicherheit und Ergonomie erfüllt.

Standhaft in allen Situationen

Auf das Zeichen für geprüfte Sicherheit und das Emblem für die Standard-Norm DIN 58124 ist Verlass – mit diesem sollte der Ranzen in jedem Fall ausgezeichnet sein. Diese besagt, dass die Tragegurte mindestens 50 Zentimeter lang und vier Zentimeter breit sein sollten. Darüber hinaus setzt sie einen Tragegurt zum Aufhängen der Tasche voraus. Das Rückenteil sollte atmungsaktiv sein und ein körpergerecht geformtes Polster haben.

Funktionalität und Stabilität sollten beim Kauf der Schultasche oberste Priorität haben. Laut Industrienorm muss der Schulranzen den zu erwartenden Belastungen standhalten. Dazu gehört, dass er mit schweren Büchern gefüllt immer noch robust ist. Dies setzt eine optimale Verarbeitung der Schweiß- und Fadennähte voraus. Auch muss er wasserfest sein, damit die Schulsachen selbst dann trocken bleiben, wenn er mal in einer Pfütze landet.

Kriterien für den richtigen Schulranzen

Der Schulranzen muss gut am Rücken anliegen und darf nicht zu tief sitzen. Idealerweise schließt er mit der Schulterkante ab und ist nicht breiter als das Kind. Ein atmungsaktives Material macht ihn auch an warmen Tagen komfortabel. Die Tragegurte dürfen nicht drücken, scheuern oder einschneiden und sollten sich verstellen lassen. Individuell verstellbare Brust- und Beckengurte erleichtern die Last durch optimale Verteilung und einen körpernahen Sitz. Ein mitwachsendes Rückensystem lässt den Schulranzen zu einem jahrelangen Begleiter werden.

Um eine optimale Ordnung zu ermöglichen, sollte der Ranzen über genügend Fächer verfügen. „So können die schweren Bücher in einem Fach nah am Rücken verstaut werden, während Außen- oder Seitentaschen das Stifteetui, die Wasserflasche oder die Brotdose schnell griffbereit halten“, erklärt Jens Koch, Geschäftsführer bei Koffer Koch in Hildesheim.

Fluoreszierendes Material sorgt dafür, dass beispielsweise Autofahrer den Ranzen und somit auch das Kind in der Dämmerung unter diffusen Lichtverhältnissen oder bei Nebel sehen können. Das Material ist selbstleuchtend und darf laut Norm nur orange-rot oder gelb sein. Retroreflektierende Flächen dagegen sind solche, die nur leuchten, wenn sie von Scheinwerfern angestrahlt werden. Sie dienen der Sichtbarkeit in der Nacht.

Der Geschmack eines Kindes kann sich schnell ändern – waren gestern noch Prinzessinnen angesagt, wünscht es sich heute lieber einen Schulranzen mit coolen Dinosauriern. Damit auf einen Neukauf verzichtet werden kann und sich das Kind dennoch wohlfühlt, helfen auswechselbare Motive dabei, dem Ranzen einen neuen Look zu verpassen. Diese sind bei den Marken „Ergobag“ und „Step by Step“ vorgesehen und werden mit Klettverschlüssen oder Magneten an den Rucksack angebracht. Neben dem coolen Aussehen sind einige der Motive auch extra fluoreszierend und sorgen damit obendrein für Sicherheit.

Schulranzen oder Schulrucksack – Wo liegt der Unterschied?

Die Übergänge zwischen Schulranzen und Schulrucksack sind heute fließender als noch vor einigen Jahren: So ist auch ein Schulranzen meist kein viereckiger Kasten mehr, sondern ähnelt dank weicheren Formen häufig einem Rucksack. Die meisten Schulranzen sind im Gegensatz zum Schulrucksack auf einem Grundgestell aufgebaut, das ihnen eine stabilere, aber auch kastenförmigere Form gibt. „Allerdings ist beispielsweise die Firma ‚Ergobag‘ mit einem Rucksackmodell auf den Markt gekommen, der ein Gestell hat und somit den Anforderungen an Ergonomie und Tragekomfort genügt“, erklärt Manuela Menzel von Koffer Koch.

Rucksäcke, die dieses Gestell nicht aufweisen, sind für Schulanfänger weniger geeignet. „In der Mittelstufe kann dann Schulrucksäcken von Marken wie ‚Satch‘ oder ‚Coocazoo‘ gewechselt werden“, so Jens Koch weiter. Diese sind für eine größere Körpergröße gedacht und können deshalb ab etwa zehn Jahren verwendet werden.

Das Kind von Anfang an mit einbeziehen

Der Schulranzen sollte zunächst gemeinsam gepackt werden. So können die Kinder lernen, nur das mitzunehmen, was sie am nächsten Tag in der Schule tatsächlich brauchen. Nach und nach kann dann dem Kind die Verantwortung für den Schulranzen übertragen werden. Das Kind sollte den Schulranzen immer mit beiden Gurten tragen und ihn nicht wie eine Umhängetasche gebrauchen, um einen optimalen Gewichtsausgleich zu gewährleisten.

Den ersten Schulranzen gibt es nur einmal im Leben – damit das Modell gefällt, sollte das Kind deshalb unbedingt mit zum Kauf. So kann auch sichergestellt werden, dass der Ranzen tatsächlich passt. Wer sich von der großen Auswahl an Modellen überfordert fühlt, kann auf die Beratung eines Experten vertrauen – beispielsweise bei den Einschultagen am 25. Januar und am 29. Februar bei Koffer Koch in Hildesheim. Neben fachkundiger Beratung und einer großen Auswahl an Schulranzen und Zubehör beliebter Marken erwarten die Kunden hier tolle Aktionen, Präsente und eine Bewirtung für die ganze Familie. (Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung )